Schwarz-türkises Orca-Symbol von OrcaSlicerOrca Slicer

Orca Slicer Haftungsrand und Druckumrandung, erklärt

Haftungsrand und Druckumrandung sind Linien, die der Drucker auf der ersten Schicht um ein Modell zieht, erfüllen aber unterschiedliche Aufgaben. Der Haftungsrand ist mit der Unterseite des Drucks verbunden, vergrößert die Auflagefläche und verhindert, dass sich das Teil verzieht oder abhebt. Die Druckumrandung liegt mit etwas Abstand um das Modell, berührt es nicht und bereitet den Filamentfluss vor, bevor der eigentliche Druck beginnt. Beide Einstellungen findest du auf der Registerkarte „Andere“.

Du findest sie auf der Registerkarte „Andere“ in den Abschnitten „Haftungsrand“ und „Druckumrandung“.

Die Abschnitte „Haftungsrand“ und „Druckumrandung“ auf der Registerkarte „Andere“ des Orca Slicer

Haftungsrand

Ein Haftungsrand besteht aus zusätzlichen flachen Konturen, die mit der Unterkante des Drucks verbunden sind. Dadurch wird die Basis breiter und haftet fester auf der Druckplatte. Er hilft bei angehobenen Ecken, hohen schmalen Teilen und kleinen Auflageflächen.

Mit dem Haftungsrandtyp legst du fest, wo der Rand erzeugt wird. „Automatisch“ bestimmt eine passende Ausführung anhand von Modell und Material. Ein äußerer Haftungsrand umschließt nur die Außenseite und lässt sich am einfachsten entfernen. Ein innerer Haftungsrand füllt ausschließlich Löcher und geschlossene Bereiche; er ist schwieriger zu lösen, verbirgt die Trennspur aber im Inneren. Äußerer und innerer Haftungsrand bieten gemeinsam die größte Haftung. Mausohren sind kleine Haftungsrandlaschen an den Ecken und verhindern Verzug mit deutlich weniger Material als ein vollständiger Haftungsrand.

Die Haftungsrandbreite legt fest, wie weit der Rand reicht. Etwa 5 mm sind ein guter Ausgangspunkt; bei schlecht haftenden Teilen helfen oft 5 bis 8 mm. Der Abstand zwischen Haftungsrand und Objekt erleichtert bei einem größeren Wert das Entfernen, schwächt aber den Halt. Ein Abstand von null verbindet den Rand fest mit dem Modell. Das Durchflussverhältnis des Haftungsrands bestimmt die Materialmenge. Ein Wert knapp über 1 verbessert die Haftung, erschwert jedoch das Ablösen.

Druckumrandung

Eine Druckumrandung besteht aus einer oder mehreren ein bis zwei Schichten hohen Schleifen, die das Modell nicht berühren. Die Umrandung stabilisiert den Filamentfluss und zeigt dir frühzeitig, ob die erste Schicht sauber aufliegt. Die Anzahl der Schleifen bestimmt, wie viele Linien gezogen werden; der Abstand legt fest, wie weit sie vom Modell entfernt sind.

Eine hohe Druckumrandung kann außerdem als Windschutz über die gesamte Modellhöhe gedruckt werden. Die Kunststoffwand blockiert Zugluft und hält warme Luft am Bauteil. Dadurch sinkt bei ABS oder ASA in einem offenen Drucker die Gefahr von Verzug. Aktiviere den Windschutz nur bei Problemen durch kühle Luft, da er Zeit und Material kostet.

Häufig gestellte Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Haftungsrand und Druckumrandung?

Der Haftungsrand ist mit der Basis des Drucks verbunden, verbessert die Betthaftung und verhindert Verzug. Die Druckumrandung ist eine getrennte Schleife, die das Modell nicht berührt, den Filamentfluss vorbereitet und dir bei der Prüfung der ersten Schicht hilft. Nur der Haftungsrand hält das Bauteil zusätzlich auf der Druckplatte fest.

Welchen Haftungsrandtyp sollte ich verwenden?

Üblicherweise reicht ein äußerer Haftungsrand, da er gut hält und sich leicht abziehen lässt. Verwende einen äußeren und inneren Haftungsrand für die größtmögliche Haftung an schwierigen Teilen. Ein ausschließlich innerer Haftungsrand eignet sich, wenn die Trennspur verborgen bleiben soll. Mausohren bekämpfen den Verzug an Ecken mit wenig Material.

Wie breit sollte mein Haftungsrand sein?

Etwa 5 mm eignen sich für die meisten Drucke; bei schlecht haftenden oder an den Ecken verzogenen Teilen helfen häufig 5 bis 8 mm. Ein breiterer Rand hält stärker, benötigt aber mehr Kunststoff und lässt sich aufwendiger entfernen. Hebt sich ein kleines Teil selbst mit 8 mm noch an, sind eine Druckunterlage oder eine bessere Vorbereitung des Druckbetts die nächsten Schritte.

Wozu dient ein Windschutz?

Ein Windschutz ist eine hohe Druckumrandung um das gesamte Bauteil. Diese Wand blockiert kühle Zugluft und hält warme Luft am Druck, wodurch sich der Verzug von ABS oder ASA in einem offenen Drucker verringert. Der Windschutz kostet zusätzliche Zeit und Filament; verwende ihn deshalb nur, wenn kühle Luft die Ecken anhebt.